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Kontakt
Villa Rosenthal
Eine Einrichtung von JenaKultur.
Mälzerstraße 11
07745 Jena

Tel. +49 3641 49-8281
Fax +49 3641 49-8005
villa.rosenthal@jena.de

Werkleitung
Jonas Zipf (Werkleiter)
Carsten Müller
Thomas Vogl

Öffnungszeiten

Di 12 - 15 Uhr
Mi 12 - 19 Uhr
Do, Fr 10 - 15 Uhr
und nach Vereinbarung
(Mo und feiertags geschlossen)

Villa Rosenthal

  ©Quelle: JenaKultur, Foto: V. Solovej
  ©Quelle: JenaKultur, Foto: J. Hauspurg

Ein historisch bedeutsamer Ort voller Erinnerungskultur

Sie liegt auch heute noch hoch über der Stadt und wer im Haus an ein Fenster tritt, hat eine herrliche Aussicht auf die Kernberge, die sogenannte „Studentenrutsche“ und das Saaletal.

1890 ließen sich Eduard und Clara Rosenthal vom Berliner Architektenbüro Kayser und von Großheim die geräumige Villa Rosenthal in der Nähe der damaligen Brauerei an der Kahlaischen Straße erbauen -  mit seiner reich dekorierten Beletage, mit Balkonen, Erkern und einem parkähnlichen Garten.

Das Haus im gründerzeitlichen Stil wurde bereits kurz nach dem Einzug der Familie 1892 zu einem kulturellen Treffpunkt in Jena.
Eine gepflegte, bildungsbürgerliche Atmosphäre herrschte im Haus und zahlreiche Gäste gingen aus und ein, wie schriftlichen Zeugnissen entnommen werden kann.

Kulturelle Bildung und die Vermittlung sowie der Austausch zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur waren dem Ehepaar ein besonderes Anliegen.

Mit dem Standort, der gründerzeitlichen Architektur und der Außenanlage des Anwesens erwiesen die Rosenthals einen Geschmack für das Ungewöhnliche und Auserlesene. Der blumengeschmückte, parkähnliche Garten erinnerte an eine italienische Landschaft und das Haus hatte ein besonderes innenarchitektonisches Konzept.

Schlossähnlich war jeder Raum entsprechend einer Zeitepoche gestaltet. Fragmente monumentaler Wandmalerei, die an die Renaissance erinnern, Rokokoapplikationen und einige Jugendstilelemente sind bis heute erhalten. Mit Seidentapeten ausgestattet, üppig möbliert, mit Kunstwerken und exquisitem Tafelgeschirr dekoriert, verriet die Villa den Wohlstand seiner Eigentümer.

Zwei Jahre vor seinem Tod - also im Jahr 1924 - verfügte Eduard Rosenthal gemeinsam mit seiner Frau, die Villa Rosenthal und das dazugehörige Anwesen der Stadt Jena testamentarisch zu übertragen.

Darin eingeschlossen war das lebenslange Wohnrecht für Clara Rosenthal, welche die Villa bereits im Jahr 1928 der Stadtgemeinde Jena übereignete und bis zu Ihrem Tod 1941 das Erdgeschoss des Hauses bewohnte.

Seit Clara Rosenthals Tod durchlebte das Haus eine äußerst wechselvolle Nutzung. Bereits 1942 zogen die ersten Mieter ein. Die Villa wurde zudem von der Sowjetischen Armee genutzt und auch ein universitäres Institut war zeitweise eingerichtet.

Zu "DDR-Zeiten" etablierte sich eine Kunst- und Antiquitätenhandlung, zahlreiche Lesungen fanden statt und die Mieter des Hauses führten das Erbe der Rosenthals inoffiziell weiter. Darüber hinaus taten sie alles, was damals möglich war, um dem schleichenden Verfall des Hauses entgegenzuwirken.

Die Stadt als Erbe war verpflichtet, doch auch nach der Wende geschah lange Zeit nichts. Um die seit einigen Jahren denkmalgeschützte Villa schließlich für zukünftige Generationen zu retten, stand mit der Übernahme der Eigentümerin jenaWohnen eine ganzheitliche Sanierung an, infolge dessen die letzten Mieter im Jahr 2006 auszogen.

Im Jahr 2004 übernahm die jenawohnen GmbH das Haus und das Anwesen der Rosenthals, um eine umfangreiche Sanierung durchzuführen und fand im Jahr 2007 in JenaKultur einen geeigneten Partner, um im Sinne des Testaments ein gemeinsames Nutzungskonzept zu entwickeln. Nachdem dieses von der Stadtverwaltung verabschiedet wurde, konnte die Sanierung des Hauses und Anwesens im Jahr 2008 gezielt fortgeführt werden.

Zum Zeitpunkt der Übernahme war das Haus zwar in einem bedauernswerten Bauzustand, doch konnte man zu jeder Zeit den Glanz des Gebäudes spüren und dabei die Bedeutung erfassen, um die Villa Rosenthal als Kulturdenkmal angemessen zu würdigen.

Einst gelangte man über die Kahlaische Straße zur Villa, da jedoch Reste der originalen Einfriedung samt der Stützmauer zur Kahlaischen Straße als Kulturdenkmal unter Schutz gestellt sind, verlegte man im Zuge der Bauarbeiten und der künftigen Nutzung den Zugang nach oben in die Mälzer Straße 11.

Bei der Verlegung von Elektroleitungen wurde ein historisch wertvoller Wandfries im ehemaligen Kinderzimmer entdeckt, der freigelegt und restauriert wurde. Auch die gesamte hölzerne Wandverkleidung im Salon wurde demontiert und wieder neu hergerichtet.

Im Jahr 2009 konnte die behutsame Sanierung - einhergehend mit entsprechenden modernen, bautechnischen Erfordernissen, die die heutige Nutzung verlangt - abgeschlossen werden und besitzt nun wieder die Aura jener bürgerlich-aufgeklärten Kultur, die die Stadt an der Wende zum 20. Jahrhundert zur Blüte führte.

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